
Fernwärme
−21,2 % Heizverbrauch in der Kundratstraße
Wie die BWSG in einer Wohnanlage mit 307 Wohnungen allein durch digitale Optimierung der Heizungssteuerung rund 56.600 € pro Jahr einspart, ohne Anlagentausch und ohne Komfortverlust.

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Eckdaten
Gebäudeart: Mehrfamilienhaus (Wohnanlage)
Baujahr: 1981
Wohnfläche: 29.761 m²
Wohneinheiten: 307
Heizsystem: Fernwärme
Ergebnisse
Heizverbrauch: −21,2 % nach einer Heizperiode
Jährliche Einsparung gesamt: ~56.600 €
davon ~39.900 € durch reduzierten Heizenergieverbrauch
davon ~16.700 € durch geringere Leistungskosten (reduzierte Fernwärme-Anschlussleistung)
Einsparung pro Wohnung: ~130 € pro Jahr (nur aus dem Heizenergieverbrauch)
Amortisation: unter 1 Jahr
Ausgangssituation
Die Wohnanlage in der Kundratstraße 8–14 im 10. Wiener Gemeindebezirk wurde 1981 errichtet und wird über Fernwärme versorgt. Wie bei über 80 % der Zentralheizungen im mehrgeschossigen Wohnbau lief die Anlage nicht bedarfsgerecht: Die Heizungssteuerung lieferte mehr Wärme, als das Gebäude tatsächlich brauchte. Gleichzeitig war die vertraglich gebuchte Anschlussleistung höher als nötig, und diese Fixkosten zahlen die Bewohner:innen über die Betriebskosten mit.
Ziel war es, Heizenergieverbrauch, Heizkosten und Anschlussleistung spürbar zu senken, und zwar ohne bauliche Maßnahmen, ohne Anlagentausch und ohne Einschränkungen beim Wohnkomfort. Die Hausverwaltung sollte zudem mehr Transparenz über den laufenden Betrieb bekommen und Fehlfunktionen früher erkennen können.
Umgesetzte Maßnahmen im Detail
Digitaler Zwilling der Heizzentrale
Die bestehende Mess- und Regelungstechnik wurde online geschaltet und wird in Echtzeit ausgelesen: Verbräuche, Durchflüsse und Systemtemperaturen. Ergänzt um Energieausweis- und Gebäudedaten entsteht ein vollständiges digitales Abbild der Anlage, die sich darüber auch aus der Ferne auslesen und steuern lässt.
Datenbasierte Optimierung der Heizkurve
Auf Basis der Echtzeit- und Wetterdaten wurde die Heizkurve schrittweise an das tatsächliche Nutzungs- und Temperaturverhalten angepasst. So wird nur die Wärme bereitgestellt, die tatsächlich gebraucht wird, und sie wird gleichmäßiger verteilt.
Reduktion der Fernwärme-Anschlussleistung
Die gemessenen Lastprofile zeigten, dass die gebuchte Anschlussleistung deutlich über dem realen Bedarf lag. Auf dieser Datengrundlage konnte die Leistung reduziert werden. Das spart rund 16.700 € Leistungskosten pro Jahr, die direkt beim Energieanbieter anfallen.
Monitoring & intelligente Alarmierung
Der Betrieb wird rund um die Uhr überwacht. Abweichungen und Störungen werden automatisch erkannt und gemeldet, bevor sie zu Mehrverbrauch oder Beschwerden führen.
Ausblick
Die Kundratstraße zeigt, dass sich große Bestandsanlagen schnell und wirtschaftlich effizienter betreiben lassen, wenn man die vorhandene Infrastruktur intelligent steuert. Gemeinsam mit Wohnio hat die BWSG bereits sechs Gebäude optimiert, mit durchschnittlich 15 bis 30 % weniger Heizverbrauch bei einer Amortisation unter drei Jahren. Als nächster Schritt soll die Lösung schrittweise auf den gesamten Bestand mit Zentralheizungen ausgerollt werden.
Über BWSG
Die BWSG (Bauen, Wohnen, Sanieren Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft reg. Gen. m.b.H.) zählt mit über 38.000 verwalteten Einheiten, darunter Wohnungen, Stellplätze und Geschäftsflächen, zu den größten gemeinnützigen Bauvereinigungen Österreichs. Seit mehr als einem Jahrhundert schafft die BWSG leistbaren und qualitätsvollen Wohnraum und übernimmt Verantwortung für eine nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung.

Eckdaten
Gebäudeart: Mehrfamilienhaus (Wohnanlage)
Baujahr: 1981
Wohnfläche: 29.761 m²
Wohneinheiten: 307
Heizsystem: Fernwärme
Ergebnisse
Heizverbrauch: −21,2 % nach einer Heizperiode
Jährliche Einsparung gesamt: ~56.600 €
davon ~39.900 € durch reduzierten Heizenergieverbrauch
davon ~16.700 € durch geringere Leistungskosten (reduzierte Fernwärme-Anschlussleistung)
Einsparung pro Wohnung: ~130 € pro Jahr (nur aus dem Heizenergieverbrauch)
Amortisation: unter 1 Jahr
Ausgangssituation
Die Wohnanlage in der Kundratstraße 8–14 im 10. Wiener Gemeindebezirk wurde 1981 errichtet und wird über Fernwärme versorgt. Wie bei über 80 % der Zentralheizungen im mehrgeschossigen Wohnbau lief die Anlage nicht bedarfsgerecht: Die Heizungssteuerung lieferte mehr Wärme, als das Gebäude tatsächlich brauchte. Gleichzeitig war die vertraglich gebuchte Anschlussleistung höher als nötig, und diese Fixkosten zahlen die Bewohner:innen über die Betriebskosten mit.
Ziel war es, Heizenergieverbrauch, Heizkosten und Anschlussleistung spürbar zu senken, und zwar ohne bauliche Maßnahmen, ohne Anlagentausch und ohne Einschränkungen beim Wohnkomfort. Die Hausverwaltung sollte zudem mehr Transparenz über den laufenden Betrieb bekommen und Fehlfunktionen früher erkennen können.
Umgesetzte Maßnahmen im Detail
Digitaler Zwilling der Heizzentrale
Die bestehende Mess- und Regelungstechnik wurde online geschaltet und wird in Echtzeit ausgelesen: Verbräuche, Durchflüsse und Systemtemperaturen. Ergänzt um Energieausweis- und Gebäudedaten entsteht ein vollständiges digitales Abbild der Anlage, die sich darüber auch aus der Ferne auslesen und steuern lässt.
Datenbasierte Optimierung der Heizkurve
Auf Basis der Echtzeit- und Wetterdaten wurde die Heizkurve schrittweise an das tatsächliche Nutzungs- und Temperaturverhalten angepasst. So wird nur die Wärme bereitgestellt, die tatsächlich gebraucht wird, und sie wird gleichmäßiger verteilt.
Reduktion der Fernwärme-Anschlussleistung
Die gemessenen Lastprofile zeigten, dass die gebuchte Anschlussleistung deutlich über dem realen Bedarf lag. Auf dieser Datengrundlage konnte die Leistung reduziert werden. Das spart rund 16.700 € Leistungskosten pro Jahr, die direkt beim Energieanbieter anfallen.
Monitoring & intelligente Alarmierung
Der Betrieb wird rund um die Uhr überwacht. Abweichungen und Störungen werden automatisch erkannt und gemeldet, bevor sie zu Mehrverbrauch oder Beschwerden führen.
Ausblick
Die Kundratstraße zeigt, dass sich große Bestandsanlagen schnell und wirtschaftlich effizienter betreiben lassen, wenn man die vorhandene Infrastruktur intelligent steuert. Gemeinsam mit Wohnio hat die BWSG bereits sechs Gebäude optimiert, mit durchschnittlich 15 bis 30 % weniger Heizverbrauch bei einer Amortisation unter drei Jahren. Als nächster Schritt soll die Lösung schrittweise auf den gesamten Bestand mit Zentralheizungen ausgerollt werden.
Über BWSG
Die BWSG (Bauen, Wohnen, Sanieren Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft reg. Gen. m.b.H.) zählt mit über 38.000 verwalteten Einheiten, darunter Wohnungen, Stellplätze und Geschäftsflächen, zu den größten gemeinnützigen Bauvereinigungen Österreichs. Seit mehr als einem Jahrhundert schafft die BWSG leistbaren und qualitätsvollen Wohnraum und übernimmt Verantwortung für eine nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung.


